Interview mit Hannah Schlubeck

«Im Klassik-Betrieb gibt es viel zu viel Konformität, Normen und Angst vor nicht Kategorisierbarem.»
Hannah Schlubeck gilt weltweit als eine der führenden Panflötistinnen und hat sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht.
Sie wurde als Matthias Schlubeck 1973 in Wuppertal geboren und lebt seit 2020 als Hannah Schlubeck, im Einklang mit Körper und Gefühlen.
Sie ist in Deutschland die erste Musikerin mit einem Hochschulabschluß im Fach Panflöte. An der Musikhochschule Wuppertal begann sie 1991 als Jungstudentin bei Prof. Manfredo Zimmermann und schloß dort ihr Studium 1998 mit dem Konzertexamen ab.
Neben dem Hochschulstudium erhielt Schlubeck außerdem Unterricht bei rumänischen Panflötenlegenden wie Damian Luca und Gheorghe Zamfir.
Sie erhielt bereits im Alter von 6 Jahren ihren ersten Panflötenunterricht bei Erich zur Eck und ist mit diesem selten gespielten Instrument aufgewachsen. Bereits als Zwölfjährige wurde sie vom französischen Panflötisten Jean-Claude Mara gefördert und gab im Alter von 15 Jahren ihre ersten Konzerte.
Mittlerweile hat die Panflötenvirtuosin in mehr als 30 Jahren fast 2000 Konzerte in Kirchen und Konzertsälen gegeben. Konzertreisen führten sie in das europäische Ausland, in die USA, nach Lateinamerika und Australien.
Sie sind die erste Absolventin einer deutschen Musikhochschule mit dem Hauptfach Panflöte im Konzertexamen. Wie hat sich seither der Studiengang verändert, sind die Zahlen der Studierenden gestiegen?
Vorab möchte ich zu Beginn kurz darauf hinweisen, dass wir hier über die aus Rumänien stammende Bauart und Tradition der Panflöte sprechen, welche auch ich spiele. Unterschiedliche Panflötenformen haben sich in Jahrtausenden auf den Kontinenten der Welt größtenteils unabhängig voneinander entwickelt. Neben der vor allem durch den Rumänen Gheorghe Zamfir in den 70er-Jahren bekannt gewordenen rumänischen Panflöte, verbinden viele Menschen die Panflöte mit lateinamerikanischer Musik und Instrumenten, welchen man in einem ähnlichen Zeitraum in West-Europa in den Fußgängerzonen begegnet ist. Diese zwei Panflötentraditionen sind aber verschieden in Bauart, musikalischer Tradition und in der Spieltechnik, auch wenn es seitdem einige Vermischungen gibt.
Leider gibt es zur Zeit keine Möglichkeit in Deutschland für ein Musikstudium mit dem Hauptfach Panflöte. Am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück gab es nach 2010 einen Bachelor-Studiengang, bei welchem ich als Lehrbeautragte einen einzigen Studenten betreut habe.
Ich sehe das Problem in der kaum vorhandenen Basisarbeit von Kindheit an. Es gibt viel zu wenig Lehrer*innen für Panflöte, und an nur sehr wenigen Musikschulen können interessierte Menschen Panflöte lernen, es gibt fast keine ausgebildeten Lehrer*innen. Dadurch ergibt sich ein Teufelskreis, da es in Deutschland nur wenige potentielle Student*innen als Nachwuchs auf ausreichendem Niveau gibt.
Außerdem sind die Musikhochschulen meistens sehr in ihrem „Standard-Instrumentarium“ verhaftet. Die Panflöte ist kein Orchesterinstrument, daher besteht auch von dieser Seite scheinbar kein Bedarf.
Ein oft genanntes Argument ist die fehlende Originalliteratur für die Panflöte. Es stimmt natürlich, dass es für die Panflöte fast keine Originalwerke älteren Datums gibt, aber in den letzten Jahrzehnten sind immer mehr Originalwerke komponiert worden.
Ich habe zahlreiche Anläufe genommen, die Panflöte an die Hochschule zu bringen. Leider ohne Erfolg. Insgesamt hat das Instrument immer noch mit einem schlechten Image zu kämpfen, welches von Straßenmusik bis Herz-Schmerz-Meditationsgesäusel und Folkloretanz reicht. Dass die Panflöte seit den 80er Jahren eine enorme Entwicklung gemacht hat, wird nicht wahrgenommen.
Im europäischen Ausland ist die Situation mittlerweile besser. Dort ist das Potential der Panflöte an einigen Hochschulen und Konservatorien erkannt worden. So gibt es Studiengänge u.a. in den Niederlanden und natürlich in Rumänien. In Österreich wurden über einen Aufbaustudiengang Panflötenlehrer qualifiziert, wodurch dort eine breitere Basisarbeit an den Musikschulen realisiert wurde. In China scheint sich gerade eine große Nachfrage für die Panflöte zu entwickeln. Hier liegt auch ein großes Potential für die Ausbildung kompetenter Lehrer*innen.
In der Schweiz hat sich durch eine Massenbewegung in den 80er und 90er Jahren eine sehr große Basis von tausenden Panflöte lernenden Menschen gebildet. Etwa zur selben Zeit meines Studiums gab es auch in der Schweiz gleich mehrere Vorreiter-Studiengänge, welche die Basis für eine hervorragende pädagogische Arbeit mit der Panflöte gelegt haben. Heute existieren dort gleich an mehreren Konservatorien Studiengänge, hervorragende Dozent*innen und sogar einen Verband professineller Panflötist*innen.
Ich hoffe, dass auch in Deutschland in Zukunft ein Studiengang eingerichtet wird und die Panflöte mittelfristig auch hier Einzug in die Lehrpläne von Musikschulen hält.
Sie haben sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht. Wie steht es um Originalliteratur klassischer Musik für Panflöte?
Die Panflöte ist eines der ältesten Instrumente der Welt und hat eine Jahrtausende lange Tradition, von der einfachen Pan-Signal-Pfeife bis zur heutigen Ausführung. Das faszinierende daran ist, dass sich das Grundprinzip und die Einfachheit der Instrumente, welche ohne jegliche Mechanik auskommen, nicht verändert hat. Gleichzeitig ist die Panflöte in ihrem Grundprinzip die Vorläuferin aller Flöteninstrumente und auch der großen Kirchenorgel. Im Vergleich zur Panflöte ist das sogenannte „Alte-Musik-Instrumentarium“ meist blutjung.
Dennoch hatte die Panflöte immer ein Problem: Sie war fast immer ein Instrument der einfachen Bevölkerung, ein Instrument im pastoralen Umfeld und kam eben dort hauptsächlich vor, wo entsprechendes Material für den Bau der Instrumente in der Natur vorkam. Das Material hat dann auch die Qualität der Instrumente bestimmt.
Die meisten Komponisten damaliger Zeit kannten die Panflöte also entweder gar nicht oder haben die einfachen Panpfeifen, oft bestehend aus einigen zusammengebundenen Röhren, nicht ernst genommen.
Bei Mozarts Zauberflöte kann man in der Papageno(PAN)flöte erkennen, was diesem Instrument zugetraut wurde - eben gerade einmal fünf aufsteigende Töne einer G-Dur-Tonleiter. Allerdings repräsentieren genau diese fünf Töne eben die einzige mir bekannte „Originalkomposition“ aus Mozarts Zeiten.
Immer wieder einmal tauchen auch Vermutungen auf, dass eventuell auch eine bei Telemann erwähnte Hirtenflöte eine Panflöte hätte sein können.
Aber die Frage ist für mich, warum es immer darum geht, ob die Panflöte Originalliteratur älteren Datums hat? Die Panflöte hat sich gerade in den letzten Jahrzehnten in ihrer Spieltechnik und auch in der Qualität der Instrumente extrem weiter entwickelt und es gibt immer mehr hoch virtuos spielende Interpret*innen mit diesem Instrument.
Ich bin mir absolut sicher, dass ein Bach, ein Mozart oder ein Telemann eine Panflöte mit ihren heutigen Möglichkeiten in ihr Kompositions-Universum integriert hätten.
Die Vielfältigkeit der Panflöte bietet so viele Möglichkeiten. Ein Mozart-Flötenkonzert, eine Telemann-Suite oder auch ein Doppelkonzert bieten neue klangliche Dimensionen. Gleichzeitig fasziniert mich die Klang-Kombination des Originalklang-Instrumentariums mit der Panflöte.
Ich hoffe, dass sich in Zukunft auch Komponist*innen verstärkt diesem Instrument widmen: also solistisches Instrument, aber auch als Klangfarbe in Ensembles. Übrigens bietet auch ein Panflötenensemble sehr spannende Klangwelten.
Das Problem der Panflöte ist, glaube ich, immer noch das Unterschätzen der vielfältigen Möglichkeiten …
Sie wurden 1973 als Matthias Schlubeck in Wuppertal geboren. 2020 gingen sie einen großen Schritt und begannen ihre Metamorphose von Matthias zu Hannah. Wie haben Sie diese Umstellung erlebt und wie hat sich das auf Ihr Musizieren ausgewirkt?
In meiner persönlichen Wahrnehmung konnte ich in meiner Musik immer mehr Hannah sein als in allen anderen Lebensbereichen. Mit dem über Jahrzehnte hinausgeschobenen Schritt bin ich ja nicht ein völlig anderer oder neuer Mensch. Was aber die größte Veränderung darstellt, ist die Freiheit, einfach ICH sein zu dürfen. Es gibt kein Versteckspiel mehr, und so fühlt sich das Musizieren sehr befreit an.
Aber auch diese Befreiung braucht ihre Zeit, da ich die größte Zeit meines Lebens sehr kontrolliert in einer mir nicht entsprechenden gesellschaftlichen Rolle leben und musizieren musste. Auch bin ich nun mal „als Kerl“ sozialisiert worden. Vielleicht ist diese Sichtweise und Position „zwischen den Welten“ aber auch eine Art Geschenk, da ich nun nicht mehr festgelegt bin und meine Erfahrungen als Matthias mit den neuen Erfahrungen als Hannah verbinden kann.
Die so lange empfundene Angst vor dem Schritt zur Metamorphose hat mich sicherlich sehr beeinflusst, vor allem die drohende Option, meine Musik nicht mehr öffentlich präsentieren zu dürfen, nicht mehr angenommen zu werden. Nach der anfänglichen Euphorie der Befreiung sehe ich, trotz des vielen Wohlwollens, schon große Herausforderungen. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich nicht dazu bereit bin, mich aus der einen Rolle in eine neue Schublade schieben zu lassen.
Neuerdings empfinde sich aufgrund der sich entwickelnden Situation in Gesellschaft und Politik eine neue Angst vor der Zukunft.
Ob behindert, queer, anderer Herkunft oder einfach nur im Anderssein - das Schubladendenken und der zunehmend ausufernde Hass ist sehr gefährlich.
Übrigens bin ich der Meinung, dass es gerade im Klassik-Betrieb viel zu viel Konformität, Normen und Angst vor nicht Kategorisierbarem gibt und behinderte Menschen und bestimmte Gruppen offen lebender queerer Menschen weit unterrepräsentiert sind. Da wünsche ich uns allen mehr Mut und Akzeptanz!
In diesem Sinne falle ich total aus dem Rahmen: Panflötistin, schwerbehindert und trans* …
Sie sind auch eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen ihrer Zeit gewesen, haben Weltrekorde erzielt und gewannen Goldmedaillen bei den Paralympics. Was bedeutet Ihnen das Schwimmen?
Das Schwimmen war als Kind für mich vor allem Reha-Sport und hat mir als „Spaß-Schwimmen“ eigentlich lange Zeit viel Freude gemacht. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich aussteigen wollte, aber das erste Mal eine Zeit genommen und mit den Wettkampfzeiten verglichen wurde. Dadurch landete ich kurzfristig in der Leistungsgruppe und wurde zu den ersten Wettkämpfen angemeldet. Ab diesem Zeitpunkt habe ich in meiner Spezialdisziplin Brustschwimmen jeden Wettkampf gewonnen und wurde in kürzester Zeit bis zu den Paralympics katapultiert. Drei Mal habe ich teilgenommen und - sehr unsportlich - nach meinem ersten nicht gewonnen Wettkampf bei den Paralypics in Atlanta 1996 (Bronze) aufgehört.
Das Schwimmen hat mir unglaublich viele unvergessliche Augenblicke beschert und ich durfte bereits in jungen Jahren vieles von der Welt sehen. Natürlich war es Balsam für das Selbstbewusstsein als behinderter Mensch, auf diesem Gebiet so erfolgreich sein zu können. Im Schulsport habe ich zwar immer alles gegeben und mitgemacht, gehörte aber naturgemäß zu denjenigen, die bei Mannschaftssportarten immer als letztes auf der Bank saßen beim Auswählen der Teams. Im Schwimmen war das anders - auch in der Schule.
Wo sehen Sie Ähnlichkeiten beim Schwimmsport und der Musik?
Einerseits habe ich durch den Schwimmsport eine gute körperliche Konstitution aufbauen können. Das kontrollierte Atmen und ein gutes Lungenvolumen ist beim Schwimmen wie beim Panflötenspiel essentiell.
Aber auch die Disziplin und die Fokussierung auf wichtige Momente, das Einteilen der Kräfte, spielt auch für behinderterte Menschen eine große Rolle in allen Lebensbereichen, nicht nur in der Musik.
Sie haben keine Unterarme, wie sind Sie darauf gekommen, Panflöte zu spielen?
Ich hatte das große Glück, bei einem sehr engagierten Lehrerehepaar an einer Außenstelle der Bergischen Musikschule unterrichtet zu werden, im Musikzentrum Einern 13. Nach der musikalischen Früherziehung begannen die anderen Kinder mit dem Blockflötenspiel, was für mich naturgemäß nicht in Frage kam.
Im Haus dieser Außenstelle hatte das Lehrerehepaar zur Eck eine sich über mehrere Räume erstreckende Sammlung von Musikinstrumenten aus aller Welt zusammengetragen. Es war immer ein Ereignis, als Kind in diese Sammlung, in eine andere Welt, einzutauchen. Mit ganz viel Zeit und Geduld waren wir immer wieder in dieser Sammlung und haben viele Instrumente ausprobiert. Es blieben ein paar wenige mögliche übrig. Die verschiedenen Panflöten waren wie gemacht für mich und ich bekam dort sofort einen Ton heraus.
Erich zur Eck, selber Blockflötist, hat sich dann bereit erklärt, immer etwas vorweg zu lernen, um mir dann Panflötenunterricht erteilen zu können. Später hat er mich dann auf dem Weg weiter mit der Blockflöte begleitet.
Es war damals gar nicht so einfach, hochwertiges Unterrichtsmaterial, Noten und auch Instrumente zu erhalten. Das ganze Umfeld hat dabei mitgeholfen. Meine Mutter hat z.B. eine in Französisch geschriebene Panflötenschule Gheorghe Zamfirs in viel Kleinarbeit ins Deutsche übersetzt.
Auch wenn mich die damals veröffentlichte Panflötenmusik mit traditioneller rumänischer Musik sehr fasziniert hat, bin ich doch immer in einem „Klassik“-Umfeld aufgewachsen. Gerade im Anfang hat mich Blockflötenliteratur und generell Alte Musik sehr geprägt und ist bis heute meine Herzensmusik. Auch mein Professor an der Musikhochschule, Manfredo Zimmermann, Block- und Traversflötist, ist Spezialist für Alte Musik und Aufführungspraxis.
Mich ärgert es daher bis heute, und ich finde es auch ungerecht, dass ich auf so viele Widerstände stoße, wenn ich meine „Herzensmusik“ auch im professionellen Umfeld spielen möchte.
Die Panflöte ist nun einmal mein Instrument - und ich liebe dieses Instrument mit all seinen Möglichkeiten. Ich werde es nie akzeptieren als „nicht zugehörig“ zu gelten.
Woher nehmen Sie die Kraft, trotz Handicap so Grosses zu leisten?
Ich habe von Anfang an einen großen Rückhalt in meiner Familie gehabt. Die ersten Lebensjahre waren geprägt von unzähligen, traumatischen Krankenhaus-Aufenthalten, Operationen und Untersuchungen. Ich wußte aber immer, dass ich geliebt werde, und dass ich meine Familie, in diesen Jahren vor allem meine Mutter, als festen Fels im Sturm bei mir hatte. Sie war immer in wichtigen Momenten da und hat mich unterstützt, gehalten und begleitet. Das gilt übrigens auch bis heute, in der Phase meiner Metamorphose.
Beim Sport war es mein Vater, der mich ständig begleitet, mit Nachtfahrten von Konzerten und Auftritten noch zum Wettkampf gefahren hat und der auch bis heute immer wieder bei Konzerten einspringt und mithilft.
Außerdem hatte ich immer die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren, mich selber auszutesten und hatte auch außerhalb der Familie viele unterstützende Menschen.
Ich durfte als erster behinderte Mensch in den normalen Kindergarten und die Grundschule. Auch auf dem Gymnasium hatte ich, dank des Einsatzes meiner Eltern, eine Vorreiter-Rolle. Dann gab es schliesslich auch die Bereitschaft der Musikhochschule und Prof. Manfredo Zimmermanns, mit einer Sondergenehmigung nicht nur das Hauptfach Panflöte zuzulassen, sondern auch als zweites Fach Gesang zu akzeptieren und eben kein sonst verpflichtendes Harmonie-Instrument.
Das und viele wunderbare Menschen, Musiker*innen und Momente in meinem Leben, haben mich stark gemacht, wofür ich sehr dankbar bin.
Aber es gibt auch immer wieder Situationen, in denen Vorurteile, Diskriminierung, Regeln und das Schubladendenken der Gesellschaft fast unüberwindliche Hindernise darstellen. Das Leben als behinderter Mensch ist meistens wesentlich anstrengender und energiezehrender. Leider wird das oft nicht berücksichtigt und vieles an Hilfestellungen verweigert, wenn man sich diese nicht ständig erkämpft.
Es ist so wichtig, dass auch Menschen mit weniger Rückendeckung und Möglichkeiten Chancen bekommen. Das ist in der Praxis heute oft noch nicht selbstverständlich, auch wenn in der Gesellschaft gerne mit Diversität und Inklusion geworben wird.
Was sind Ihre Ziele und Projekte?
Gern würde ich verstärkt viele Ideen im Bereich der Alten Musik realisieren, aber auch einen großen Bogen spannende Programme und Projekte verwirklichen.
Mein größter Wunsch wäre es derzeit aber, Unterstützung und Entlastung für die zukünftigen Projekte und Ideen zu erhalten, da ich bisher immer noch alleine kämpfe in der immer komplizierter werdenden Musikwelt. Nur so entsteht die Chance, sich neuen Projekten wieder verstärkt auf musikalischer Ebene voll widmen zu können und nicht immer wieder in der aufreibenden und energieraubenden Organisationsarbeit hängen zu bleiben. Oft liegen die Risiken großer Projekte alleine bei mir. Ohne in Schubladen zu passen, ist es z.B. sehr schwer, eine Agentur zu finden.
Derzeit sind einige neue Programme in Vorbereitung, welche sich im Bereich der Alten Musik bewegen, aber auch eine Wiederaufnahme von Mozarts Konzerten stehen auf dem Plan.
Im Februar bin ich gemeinsam mit meinem Pianisten Thorsten Schäffer mit dem Programm „Colourful PANflute“ u.a. in der Laeizhalle Hamburg und im Gewandhaus Leipzig zu Gast. Eine wunderbare Gelegenheit die „Farbenreiche Panflöte“ quer durch verschiedene Musikstile mit ihren Möglichkeiten zu präsentieren - von Bach und Telemann über Donizetti, Schumann, Bartók und Eben bis zu eigenen Stücken, Improvisation, ein wenig Jazz und rumänische Musik.
Ich freue mich außerdem sehr auf ein Projekt in einer vollig anderen Musikwelt. Gemeinsam mit dem wunderbaren Hamburger Klezmer-Ensemble Mischpoke, präsentieren wir ein Programm im Bereich Weltmusik und Klezmer. Ein sehr spannendes Projekt.
Haben Sie noch weitere Leidenschaften?
Die Musik ist natürlich meine größte Leidenschaft. Bereits zum Ende meiner Schulzeit habe ich mich aber auch sehr für Tontechnik und Computer interessiert. Beides habe ich in mein berufliches Umfeld integrieren können, und so z.B. mein eigenes Label gegründet und meine Produktionen größtenteils selber erstellt.
Ein guter Ausgleich ist das Auspowern bei der Arbeit an meiner Alten Wasser-Mühle, in welcher ich seit fast 15 Jahre wohne. Hier gibt es immer gleich mehrere Großbaustellen, welche oft viel zu lange liegen bleiben müssen. Aber die handwerklichen Arbeiten bieten eine gute Abwechslung und Zeit, parallel im Kopf neue Pläne zu schmieden …
Interview von Florian Schär | Classicpoint.net | 01.01.2024
Photo: Bettina Osswald
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