Franz Schuberts Geburtshaus wird saniert
Das Geburtshaus von Franz Schubert (1797-1828) in Wien wird umfassend saniert und modernisiert. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im 9. Bezirk soll bis zum 200. Todestag des Komponisten mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet werden. Das Wien Museum, zu dem Schuberts Geburtshaus gehört, und die Stadt Wien haben am Mittwoch die Pläne für den Umbau vorgestellt.

Vorstellung Pläne für Schubert-Geburtshaus
Die beiden Geschosse des 1731 errichteten Hauses sowie der Innenhof und der Garten sollen für Besucher barrierefrei zugänglich gemacht werden. Die historische Außenfassade wird instandgesetzt, die gesamte Haus- und Elektrotechnik modernisiert. Im Erdgeschoss sind ein Musikatelier für Vermittlungsprogramme und ein Konzertsaal mit 70 Sitzplätzen vorgesehen. Hinzu kommen die Kasse, ein Shop und Sanitäranlagen.
Im Obergeschoss entsteht eine Dauerausstellung auf 210 Quadratmetern Fläche, doppelt so viel wie bisher. In sieben Räumen sollen "Leben und Werk Franz Schuberts sowie das Wien zwischen 1800 und 1830 auf zeitgemäße und abwechslungsreiche Weise vermittelt werden", sagte die Kuratorin des Wien Museums, Elke Doppler.
Das Wien Museum übernimmt die Finanzierung der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des Gebäudes in der Nußdorfer Straße 54 sowie der Neuaufstellung der Dauerausstellung. Für ausgewählte Gewerke leistet das Bau- und Gebäudemanagement der Stadt Wien einen Investitionskostenbeitrag.
"Die Musik von Franz Schubert ist tief in Wien verwurzelt, und zugleich gehört sie der ganzen Welt", sagte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Mit seinen Liedern, seiner Kammermusik und vielem mehr habe der Komponist einen musikalischen Kosmos geschaffen, der in jedem Konzertsaal der Welt erklinge. "Mit der umfassenden Sanierung seines Geburtshauses bewahren wir nicht nur sein Erbe, sondern machen Wiens Musikgeschichte neu erlebbar", betonte sie.
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