Neuer Geschäftsführer für Staatstheater Wiesbaden
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bekommt einen neuen Geschäftsführenden Direktor. Thomas Eisenträger übernimmt den Posten zum 1. Oktober 2026, teilte das Hessische Kulturministerium am Mittwoch mit. Der gebürtige Coburger kommt vom Theater und Orchester Heidelberg, wo er seit 2020 als Verwaltungsleiter wirkt. In Wiesbaden folgt er auf Holger von Berg, der die Geschäftsführung von 2021 bis 2025 innehatte.

Thomas Eisenträger
Mit dem 1979 geborenen Eisenträger gewinne das Staatstheater Wiesbaden einen erfahrenen Kulturmanager, erklärte Kulturminister Timon Gremmels (SPD). "Er kennt die wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen eines großen Hauses aus langjähriger Praxis - und damit das, was den künstlerischen Betrieb erst möglich macht." Zudem bringe er mit seinem Lehrauftrag an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wertvolle Impulse aus der Ausbildung des künstlerischen und administrativen Nachwuchses ein.
Eisenträger studierte Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzbildung an der Universität Bayreuth. Nach dem Referendariat unter anderem bei der Stiftung Oper in Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur schloss er 2007 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Im selben Jahr wurde er Personalleiter der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und 2009 Juristischer Mitarbeiter der Geschäftsführung/Justitiar der Ruhrtriennale. Von 2012 bis 2019 wirkte er als Verwaltungsdirektor am Theater Bremen, ehe er nach Heidelberg wechselte.
"Die künstlerische Vielfalt der Sparten und die hohe Qualität des Programms machen das Staatstheater Wiesbaden zu einem besonderen Haus", sagte Eisenträger. "Theater entsteht durch das Zusammenwirken vieler - meine Rolle sehe ich darin, gemeinsam mit den Intendantinnen dafür bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen." Gemeinsam mit den Intendantinnen Dorothea Hartmann und Beate Heine bildet der Geschäftsführer künftig die Bühnenleitung des Staatstheaters.
Der Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, Holger Schultze, dankte Eisenberg für dessen Loyalität, Freundschaft und Einfallsreichtum. "Mit ihm war es möglich, unser Haus auf den Erfolgskurs zu lenken, auf den wir nach nun 15 Jahren gemeinsam zurückschauen können." Heidelberg verliere einen guten Mann.
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