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Komponist Arvo Pärt erhält Goethe-Medaille

Der estnische Komponist Arvo Pärt wird mit der Goethe-Medaille 2026 ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind die italienische Übersetzerin Anita Raja und der griechische Theaterregisseur Prodromos Tsinikoris, wie das Goethe-Institut am Dienstag mitteilte. Institutspräsidentin Gesche Joost werde das offizielle Ehrenzeichen der Bundesrepublik am 28. August bei einem Festakt in Weimar überreichen.

Arvo Pärt

Die Goethe-Medaille geht jedes Jahr an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für den internationalen Kulturaustausch eingesetzt haben. In diesem Jahr stehe die Auszeichnung ganz im Zeichen Europas, sagte Joost. "Wir ehren drei herausragende Persönlichkeiten, die uns mit ihrem künstlerischen Werk berühren und dabei auf besondere Weise mit Deutschland verbunden sind."

Der 90-jährige Komponist Pärt, dessen Musik viele Menschen weltweit in ihren Bann ziehe, lebte mit seiner Familie ab 1981 im Berliner Exil, erklärte Joost. "Der Schutz, die Freundschaften und die künstlerische Resonanz, die er hier erfahren hat, hatten einen prägenden Einfluss auf sein Werk."

Die Goethe-Medaille wird seit 1955 jährlich vergeben. Sie ist das offizielle Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland und der wichtigste Preis der Auswärtigen Kulturpolitik. Die Auswahl der Preisträger trifft eine Jury unter dem Vorsitz des Autors und Dramaturgen Thomas Oberender. Zu den bisher Ausgezeichneten zählen die Komponisten György Ligeti (1990), Rolf Liebermann (1997), Sofia Gubaidulina (2001) und Péter Eötvös (2019), die Dirigentin Simone Young (2005), der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim (2007) sowie der Opern- und Theaterintendant Gerard Mortier (2014, posthum).

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