Legendäre "Love Story": "Giulio Cesare in Egitto" in Berlin
Eine der berühmtesten Liebesaffären aller Zeiten inspirierte Georg Friedrich Händel vor rund 300 Jahren zu seiner Oper "Giulio Cesare in Egitto". In der Regie von David McVicar hat das Musikdrama um den römischen Feldherren Julius Cäsar und die ägyptische Königin Kleopatra am Samstagabend an der Deutschen Oper Berlin Premiere gefeiert. Nach der fast vierstündigen Aufführung unter Leitung von Alessandro Quarta spendete das Publikum begeistert Applaus.

"Giulio Cesare in Egitto"
McVicars Inszenierung, die zuerst 2005 beim Glyndebourne Festival gezeigt wurde, ist etwas in die Jahre gekommen, trotz visueller Effekte und glitzernder Farbenpracht. Beeindruckend bleiben aber die barocken Bühnenelementen nachempfundenen Kulissen von Robert Jones.
Noch weitaus überzeugender als die Regie waren an diesem Abend die Stimmen. In der Titelpartie konnte man den renommierten französischen Countertenor Christophe Dumaux erleben. Frischer und agiler wirkte die verführerische Cleopatra, die sich erst aus Berechnung an den mächtigen Staatsmann heranmachte und dann ihre Liebe zu ihm entdeckte. In dieser facettenreichen Rolle brillierte die russische Sopranistin Elena Tsallagova, die auch reichlich komödiantisches Talent zeigte.
Die britische Mezzosopranistin Stephanie Wake-Edwards verkörperte anrührend Cornelia, die Witwe von Giulio Cesares gemeucheltem Gegenspieler Pompeo. Die Partie ihres Sohnes Sesto, der mit seiner Mutter im Machtkampf von Cleopatra und ihrem Bruder Tolomeo zwischen die Fronten geriet, übernahm die ausdrucksstarke italienische Mezzosopranistin Martina Baroni.
Die Entdeckung des Abends war der iranisch-kanadische Countertenor Cameron Shahbazi, der international als vielversprechendes Talent gehandelt wird. Stimmlich herausragend und voll charismatischer Bühnenpräsenz präsentierte er sich als Tolomeo, der schließlich von Sesto getötet wurde. Der amerikanische Bassbariton Michael Sumuel sang die Partie von Tolomeos eigennützigem Ratgeber Achilla, der am Ende die Seiten wechselte.
Mit dem Alte-Musik-Experten Quarta am Pult gelang es dem Orchester des Opernhauses, die dramatischen Kontraste in Händels Partitur gut auszuleuchten - auch wenn die Deutsche Oper aufgrund ihrer Größe keine ideale Barockbühne ist.
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