Staatsoper Hamburg zieht vorübergehend ins Zelt
Die Hamburgische Staatsoper zieht am Ende der kommenden Saison vorübergehend in ein Zirkuszelt. Vom 22. Mai bis 4. Juli 2027 spielen Oper, Ballett und Orchester in der "Kuppel Hamburg". Das gab Intendant Tobias Kratzer am Dienstag bei der Vorstellung der Saison 2026/27 bekannt. Grund für den Umzug ist die Sanierung des Orchestergrabens im Opernhaus.

PK Hamburgische Staatsoper
Die Opernsparte plant in der kommenden Spielzeit neun Premieren. Dazu zählt die Uraufführung der Familienoper "Störtebecker", die in der "Kuppel Hamburg" stattfinden soll. Als besondere Veranstaltungen kündigt die Staatsoper das Festival "Opera and Animation" und ein Wochenende des politischen Musiktheaters an. Auch das Ballett will zwei Premieren auf die Bühne bringen. Das Programm des Philharmonischen Staatsorchesters unter Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber dreht sich um das Beethovenjahr 2027 mit allein zehn Philharmonischen Konzerten, die zweite Ausgabe des Festivals "Die Blaue Woche" und besondere Sonderkonzerte.
Schon vor dem Abschluss der ersten Spielzeit seiner Intendanz zog Kratzer eine positive Bilanz: "In Hamburg geht man wieder in die Oper", sagte er. Die Saison habe "schon jetzt alle unsere Erwartungen übertroffen". Robert Schumanns Oratorium "Das Paradies und die Peri" zur Saisoneröffnung und die Uraufführung von Olga Neuwirths "Monster's Paradise" seien Erfolge mit höchster Auslastung gewesen. Die Kartenverkäufe an unter 30-Jährige hätten sich um mehr als 40 Prozent gesteigert.
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