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Unbekannte Mozart-Notenhandschrift in Paris entdeckt

Die Bibliothèque nationale de France (BnF) hat ein unveröffentlichtes Manuskript von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) entdeckt und identifiziert. Das Heft enthalte auf 44 Seiten Kompositionsübungen sowie sieben Stücke für Flöte und Harfe, wie die Einrichtung am Freitag mitteilte. Es sei ein wertvolles Dokument für das Studium von Mozarts Kompositionslehre und deren ältestes Zeugnis.

Manuskript von
Mozart und Mlle de Guines

Der Komponist habe die Noten während seines letzten Paris-Aufenthalts 1778 verfasst. Zwischen Mai und Juli unterrichtete Mozart die Harfenistin Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes (1759-1795). Die letzten sechs Seiten des Notenheftes sind leer, die letzte Übung blieb unvollendet. Die Zuschreibung des Manuskripts wurde von dem Direktor der Bibliotheca Mozartiana am Mozarteum in Salzburg, Armin Brinzing, bestätigt.

Die Entdeckung sei Fachleuten zufolge eine der wichtigsten der letzten Jahrzehnte, erklärte der Präsident der Französischen Nationalbibliothek, Gilles Pècoute. Sie erlaube es, Mozarts letzten Aufenthalt in Paris zu dokumentieren und zeige den jungen Lehrer im Dialog mit einer Schülerin.

Am kommenden Sonntag (21. Juni) sollen die Noten erstmals öffentlich im Ovalen Saal der alten Bibliothèque nationale (Site Richelieu-Louvois) erklingen. Zwei Musiker des Philharmonischen Orchester von Radio France - die Soloflötistin Mathilde Calderini und der Harfenist Nicolas Tulliez - werden sie aufführen.

Die Musikabteilung der Französischen Nationalbibliothek besitzt eigenen Angaben zufolge die drittgrößte Sammlung von Mozarts signierten Musikhandschriften, nach der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg, dem Geburtsort des Komponisten, und der Berliner Staatsbibliothek.

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