Elena Tzavara wird Mannheimer Opernintendantin
Die Generalintendantin des Theaters Aachen, Elena Tzavara, wird 2028 neue Opernintendantin am Nationaltheater Mannheim (NTM). Das teilte das Haus am Mittwoch mit. Die 48-Jährige folgt auf Albrecht Puhlmann, der die Opernsparte seit 2016 leitet. Ihr Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre. Der Gemeinderat hat ihrer Berufung zugestimmt.

Elena Tzavara
Die gebürtige Hamburgerin sei "eine sehr erfahrene Opernregisseurin und Theatermanagerin mit künstlerischer Exzellenz und internationaler Erfahrung", sagte Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU). "Sie hat einen klaren Blick dafür, wie Oper neue Zielgruppen erreichen und in die Stadtgesellschaft hineinwirken kann. Der Geschäftsführende Intendant des NTM, Tilmann Pröllochs, erklärte, er sei sich sicher, dass die Opernsparte mit Tzavara das hohe qualitative Niveau weiter fortscheiben werde.
Tzavara studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Sie inszenierte unter anderem am Nationaltheater Weimar, an der Griechischen Nationaloper, an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, an der Oper Köln und bei den Salzburger Festspielen. Von 2009 bis 2013 leitete sie die Kölner Kinderoper. Anschließend war sie für die Festivals "Musik in den Häusern der Stadt" und "Literatur in den Häusern der Stadt" in Köln, Bonn, Hamburg und München verantwortlich. Ab 2017 wirkte sie als Künstlerische Leiterin der Jungen Oper an der Staatsoper Stuttgart, ehe sie 2023 als Generalintendantin ans Theater Aachen wechselte.
Es sei ihr "Freude, Ehre und Verpflichtung zugleich", die Zukunft des Nationaltheaters Mannheim mitgestalten zu dürfen, sagte Tzavara. Das Haus sei eine der prägendsten Kulturinstitutionen Deutschlands mit außergewöhnlicher Geschichte und enormer künstlerischer Ausstrahlung.
Das Nationaltheater Mannheim entstand 1777. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg eröffnete 1957 ein Neubau. Dieser wird seit August 2022 generalsaniert. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis zur Spielzeit 2028/29 dauern. Die Kosten werden mit knapp 310 Millionen Euro veranschlagt.
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