Busoni-Kompositionspreis an Südafrikaner
Der Busoni-Kompositionspreis der Berliner Akademie der Künste geht in diesem Jahr an Njabulo Phungula. Der Südafrikaner (Jahrgang 1993) erhalte die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung, teilte die Akademie am Montag mit. Der Förderpreis von 3.000 Euro wurde der in Deutschland lebenden Libanesin Raphaëlle Aoun (Jahrgang 2004) zugesprochen. Die Preisverleihung findet am 13. November in Berlin statt.

Njabulo Phungula
Phungulas musikalische Sprache zeichne sich durch Sensibilität und künstlerische Tiefe aus, hieß es in der Jurybegründung. "In seinen Werken offenbart sich eine Aufmerksamkeit für feinste klangliche Details. Man fühlt, dass jeder Klang mit Sorgfalt gesetzt wurde und jeder Übergang bewusst geformt. Diese Arbeit im Mikroskopischen trägt zur Entstehung eines lebendigen, atmenden musikalischen Organismus bei."
Förderpreisträgerin Aoun habe die Jury mit der klanglichen Raffinesse ihrer Musik beeindruckt. In ihrem Werk "stehen die sinnlichen und abstrakten Dimensionen der Musik in ständigem Dialog, wobei ihr klanglicher 'Duft' durch den Einsatz der reinen Stimmung erzielt wird."
Der Busoni-Preis wurde 1988 von dem Komponisten Aribert Reimann gestiftet. Alle zwei bis drei Jahre werden junge, noch wenig bekannte Komponisten geehrt. Seit 1992 vergibt die Akademie der Künste zusätzlich Förderpreise an Kompositionsstudenten. Dank einer Spende aus dem Erbe des Preisstifters wurden die Preisgelder heuer von 6.000 Euro auf 7.000 Euro für den Kompositionspreis und von 2.500 Euro auf 3.000 Euro für den Förderpreis angehoben. Auch Preisverleihung und Konzert könnten dank der Spende weiterhin durchgeführt werden, hieß es.
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