Österreichischer Musiktheaterpreis an Hinterhäuser
Mit Markus Hinterhäuser steht ein Gewinner des Österreichischen Musiktheaterpreises 2026 fest. Der Pianist, Festivalleiter und Kulturmanager erhält den "Großen Preis der Jury", wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Der 68-Jährige habe das Musiktheater nicht nur geprägt, sondern auch immer wieder dazu ermutigt, über eigene Grenzen hinauszudenken.

Markus Hinterhäuser
"Mit seinem Mut zum Ungewöhnlichen, seiner programmatischen Weitsicht und seinem untrüglichen Gespür für außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten hat er neue Räume für Begegnung, Diskurs und künstlerische Erfahrung geschaffen und damit entscheidende Impulse für die Entwicklung des Musiktheaters gesetzt", erklärte Karl-Michael Ebner, Initiator und Präsident des Österreichischen Musiktheaterpreises. "Der 'Große Preis der Jury' würdigt dieses herausragende und nachhaltige Wirken."
Geboren 1958 im italienischen La Spezia studierte Hinterhäuser Klavier an der Universität für Musik und darstellendes Kunst Wien sowie am Mozarteum Salzburg. Als Solist und Kammermusiker gastierte er in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt wie der New Yorker Carnegie Hall, dem Musikverein und dem Konzerthaus in Wien sowie der Mailänder Scala. Auch bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival und den Berliner Festspielen trat er auf.
Neben seinem Wirken als Musiker entwickelte Hinterhäuser sich zum Festivalmacher. Er gründete die Festivals "Zeitfluss" bei den Salzburger Festspielen und "Zeit-Zone" bei den Wiener Festwochen. Von 2007 bis 2011 verantwortete er das Konzertprogramm der Salzburger Festspiele, die er in der Saison 2011 als Intendant leitete. Von 2014 bis 2016 wirkte er als Intendant der Wiener Festwochen, eher er 2016 die Leitung der Salzburger Festspiele übernahm.
Der Österreichische Musiktheaterpreis wird seit 2013 für herausragende Leistungen in Oper, Operette, Musical und Ballett verliehen. Veranstalter ist der Verein Art Projekt. Die diesjährige Verleihung findet am 8. September in der Votivkirche Wien statt. Es gibt 61 Nominierungen in 14 Kategorien. Zudem werden Preise in vier Sonderkategorien verliehen, darunter der "Große Preis der Jury".
Zu den bisherigen Trägern des "Großen Preises der Jury" (bis 2023 "Medien-Sonderpreis") zählen der polnische Tenor Piotr Becza?a (2015), der deutsche Tenor Jonas Kaufmann (2021), die lettische Mezzosopranistin El?na Garan?a (2022) und die finnische Sopranistin Camilla Nylund (2023), die litauische Sopranistin Asmik Grigorian (2024) und zuletzt die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli.
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