Familienoper "Ronja Räubertochter" in Wien uraufgeführt
Klatschen, Jubel, Kindertrampeln: Das Publikum der Wiener Volksoper hat die Premiere von "Ronja Räubertochter" begeistert aufgenommen. Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker feierte dort am Sonntagvormittag als neu geschaffenes Musiktheaterstück für Familien seine Uraufführung. In der Inszenierung von Ruth Brauer-Kvam, nach einer Bühnenfassung von Stephan Lack, wurde Ronjas abenteuerliche Räuberwelt durch Schattenspiele und Lichtprojektionen zum Leben erweckt. Das Bühnenbild erinnerte dabei an ein aufgeschlagenes Buch, in dem bei Szenenwechsel zur nächsten Seite geblättert wurde.

"Ronja Räubertochter"
Mit Musik von Kyrre Kvam und einem Live-Geräuschemacher auf der Bühne wurde das Publikum auch akustisch in die dunklen Wälder des hohen Nordens mitgenommen. Das Orchester der Volksoper unter Maayan Franco begleitete sowohl die wilden als auch die ruhigen Momente stimmungsvoll. Besonders Hannah Severin in der Titelrolle erntete viel Applaus. Ebenso ihr räuberischer Kumpane Birk, gespielt von Eike Onyambu. Er feierte mit dieser Vorstellung gemeinsam mit Fernsehschauspieler Juergen Maurer und Reini Moritz sein Hausdebüt an der Volksoper.
Trotz der großteils düsteren Aufmachung und so mancher angsteinflößenden Gestalt wurde im jungen Publikum mehr mitgefiebert als sich gefürchtet. Die rund 90 Minuten ohne Pause verfolgten die Kinder gebannt. Die zeitlose Botschaft von Freundschaft, Mut und dem Überwinden alter Feindschaften wurde hier kindgerecht auf die Bühne gebracht.
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