Salzburger Festspiele: Peter de Caluwe wird Intendant
Der belgische Opernmanager Peter de Caluwe wird neuer Intendant der Salzburger Festspiele. Das Kuratorium hat den 63-Jährigen am Freitag offiziell vorgestellt. "Mit Peter de Caluwe als künstlerischem Leiter haben wir einen exzellenten Gestalter nach Salzburg lotsen können", sagte die Kuratoriumsvorsitzende, Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP).

PK Kuratorium Salzburger Festspiele
De Caluwe folgt am 1. Oktober 2027 auf Karin Bergmann, die nach dem Abgang von Markus Hinterhäuser im Frühjahr 2026 als Interimsintendantin bestellt wurde. Bereits ab Oktober 2026 werde er seine Vorbereitungszeit starten und in enger Absprache mit Bergmann und dem Festival-Team stehen, hieß es.
Er begegne der Aufgabe mit großer Freude und mit Demut vor der Geschichte der Salzburger Festspiele, ihrer künstlerischen Tradition und den Menschen, die sie geprägt haben, erklärte de Caluwe. Es berühre ihn tief, dass er die Zukunft der Festspiele mitgestalten dürfe.
"Mein Kompass ist dabei eigentlich ganz einfach: höchste künstlerische Qualität und größte Offenheit", betonte der designierte Intendant. "Ich möchte die europäische und humanistische Idee, aus der die Festspiele entstanden sind, lebendig halten und in unsere Zeit weitertragen - mit Neugier, Mut und im Vertrauen auf die Kraft der Kunst."
Der 1963 im flämischen Dendermonde geborene de Caluwe leitete von 2007 bis 2025 die Oper La Monnaie in Brüssel. Zuvor wirkte er viele Jahre an der Nederlandse Opera Amsterdam.
Erhalten bleibt den Salzburger Festspielen ihre Präsidentin Kristina Hammer. Deren Vertrag wurde um weitere fünf Jahre verlängert, wie das Kuratorium am Freitag ebenfalls bekanntgab. Damit sorge man "für personelle Kontinuität in herausfordernden Zeiten", sagte Edtstadler.
Die 1920 gegründeten Salzburger Festspiele ziehen jedes Jahr in sechs Wochen mit rund 200 Veranstaltungen um die 250.000 Besucher an. Im vorigen Jahr lag die Auslastung bei 98,4 Prozent.
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