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Ilya Shmukler

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Salzburger Festspiele und Intendant trennen sich

Markus Hinterhäuser tritt mit sofortiger Wirkung als Intendant der Salzburger Festspiele ab. Das habe eine Besprechung der Anwälte des Festspielfonds auf der einen Seite und Hinterhäusers und seiner Rechtsvertretung auf der anderen Seite ergeben, teilte das Büro der Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) am Donnerstag mit. Grund für die Trennung seien unüberbrückbare Auffassungsunterschiede und Differenzen.

Markus Hinterhäuser

Man habe einvernehmlich festgehalten, dass der Intendant "bis zum Ende seines laufenden Vertrages, das ist der 30. September 2026, beurlaubt ist", hieß es weiter. Über die Details der Vereinbarung sei Stillschweigen vereinbart worden.

Das Kuratorium der Festspiele werde die Position der künstlerischen Leitung umgehend interimistisch besetzen. Dafür liefen bereits Gespräche mit Kandidaten. Ungeachtet dessen soll die Ausschreibung der Künstlerischen Intendanz vorbereitet werden.

Der Pianist und Kulturmanager Hinterhäuser (67) stand seit 2016 an der Spitze des Festivals. 2024 war sein Vertrag bis 2031 verlängert worden, mit einer beiderseitigen Auflösungsmöglichkeit zum 30. September 2029. Wegen Kritik an seinem Führungsstil zog das Kuratorium im Februar die Vertragsverlängerung zurück und kündigte Hinterhäuser an, dass er bereits Ende September 2026 oder im kommenden Jahr gehen müsse.

Die 1920 gegründeten Salzburger Festspiele ziehen jedes Jahr in sechs Wochen mit rund 200 Veranstaltungen um die 250.000 Besucher an. Im vorigen Jahr lag die Auslastung bei 98,4 Prozent.

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