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Komische Oper Berlin plant weniger Neuproduktionen

Die Kürzungen im Kulturetat des Berliner Landeshaushalts beeinflussen die künstlerische Arbeit der Komischen Oper Berlin. "Wir können und wollen aber nicht an der Qualität sparen", erklärten die beiden Intendanten Susanne Moser und Philip Bröking am Mittwoch. "Die Konsequenz sind weniger Neuproduktionen."

Philip Bröking und Susanne Moser

Statt acht Premieren in der laufenden Saison plant das Haus für die kommende Spielzeit sechs Neuproduktionen. Zudem gastiert Regisseur Kirill Serebrennikov mit zwei Inszenierungen, die der russische Regisseur erstmals bei den Salzburger Festspielen ("Der Schneesturm", 2025) und der Ruhrtriennale ("Legenden", 2024) gezeigt hat.

Wie seit dem Auszug aus ihrem Stammhaus Tradition, startet die Komische Oper die Spielzeit 2026/27 im Hangar 4 des alten Flughafens Berlin-Tempelhof. Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns "Lear". Mit George Gershwins "Porgy and Bess" gestaltet der frühere Intendant auch die letzte Premiere der Saison. Die Produktion unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor James Gaffigan ist den Angaben zufolge bereits eingeladen, in Paris, Kopenhagen, Rom und Lyon zu gastieren.

Ihr Repertoire an Kinderopern will die Komische Oper trotz der Sparmaßnahmen aufrecht halten. In der kommenden Saison bietet sie allein 35 Vorstellungen für junges Publikum an. Auch das Musiktheatervermittlungsprogramm werde weitergeführt und vorangetrieben. Es bietet Workshops und Projekte mit Schulklassen, Kindern und Jugendlichen.

Die durchschnittliche Auslastung liege in der laufenden Spielzeit wie in der Vorsaison bei annähernd 95 Prozent, hieß es.

Eine große Herausforderung für die Komische Oper sei weiterhin die Sanierung des Stammhauses in der Behrenstraße. Zwischenzeitliche Unsicherheiten bezüglich der Finanzierung hatten sogar einen Baustopp befürchten lassen. Dass dieser abgewendet werden konnte und die Arbeiten fortgesetzt werden, sei ein wichtiges Signal des Berliner Senats für die Zukunft des Hauses, erklärten Moser und Bröking. "Die Sanierung und Erweiterung des Opernhauses ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, den Spielbetrieb der Komischen Oper Berlin langfristig zu sichern und dem Publikum auch künftig außergewöhnliche Musiktheatererlebnisse zu ermöglichen", betonten sie.

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