Titus Orchester Basel
Beim anfänglichen Konzept waren die Berufsmusiker nur zu Ende für die letzten paar Proben und das Konzert eingeplant, als Unterstützung und Sicherheit fürs Gelingen des Programms. Doch bald zeigte sich, dass ein regelmässiges intensives Proben mit der Konzertmeisterin das musikalische Ergebnis stetig zu steigern vermochte. Tamami Hickel übernahm ab Januar 2006 diese Aufgabe. Die musikalische Entwicklung des Orchesters verlangte bald nach einer entsprechend professionellen Leitung. Für die Schlussphase eines einzelnen Konzerts im April 2008 konnte Raphael Immoos gewonnen werden, der danach den Dirigentenstab in die Hand des Dirigenten Beat Kunz legte. Dank seiner Erfahrung, seinem Wissen und der Kenntnis der Orchesterliteratur wurden nebst Bekanntem auch etliche unbekanntere Werke aufgeführt. Das Bläserregister erweiterte sich dementsprechend vom Zuzügerstatus zum festen Bestandteil (Bläserverantwortung Claudia Löw). Ab dem 12. Konzert im Juni 2012 wechselte das Orchester zum neuen Namen: Titus Orchester. 2015 trat es dem Eidgenössischen Orchesterverband (EOV) bei, und 2016 organisierte es sich neu als Verein.
Dem Konzept, meist etwa einstündige Konzerte aus der Orchesterliteratur nebst jeweils einem Solokonzert aufzuführen, ist das Titus Orchester bis heute treu geblieben. Anfänglich wollte man hochbegabten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, solistisch aufzutreten, inzwischen sind es mehrheitlich Studierende oder ausgebildete junge MusikerInnen, denen man ein Podium zum Auftritt ermöglicht. Alle zwei bis drei Jahre führt das Titus Orchester ein Chorwerk mit dem Titus Chor auf. Unvergessen sind dabei die grossen Werke wie Charpentiers Te Deum, Händels Messias, Haydns Schöpfung oder Mozarts Requiem. Aber auch viele Orchesterwerke sind den Mitspielenden unvergesslich – stellvertretend für viele seien nur Beethovens 1. Klavierkonzert und Schuberts 2. Sinfonie genannt.


