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Hochschule erhält Nachbau von historischem Cembalo

Instrumentaler Zuwachs für die Musikhochschule Weimar: Nach dreijähriger Wartezeit hat das Institut für Alte Musik ein neues Cembalo in flämischer Bauweise nach Ruckers erhalten, teilte die Hochschule am Montag mit. Das Instrument wurde von dem Oldenburger Cembalobauer Dietrich Hein gefertigt.

Cembalobauer Dietrich Hein und Studentin Eszter Szedmak

Cembalobauer Dietrich Hein
und Studentin Eszter Szedmak

Die Antwerpener Familie Ruckers baute im 16. und 17. Jahrhundert Cembali und Virginale, die auch international geschätzt wurden. Viele der Instrumente wurden bis weit in das 18. Jahrhundert weiterverwendet und ihr Tonumfang und Korpus dem Zeitgeist gemäß erweitert. Das neue Hochschulcembalo mit drei Registern auf zwei Claviaturen ist nach diesem erweiterten Typus gebaut.

Das Institut für Alte Musik verfügt über Cembali flämischer, deutscher, französischer und italienischer Bauweisen nach Vorbildern des 16. bis 18. Jahrhunderts. "Deren Klangcharaktere und Spieleigenschaften unterscheiden sich deutlich, wie auch die Sprachen einen jeweils unterschiedlichen Klang aufweisen", erklärte Institutsdirektor Bernhard Klapprott. "So stellt die Wahl des Instrumententyps für eine stilistisch adäquate Wiedergabe der jeweiligen Musik eine ausschlaggebende Inspirationsquelle für die Cembalisten dar."

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