Innovationspreis für Württembergische Philharmonie

Die Württembergische Philharmonie Reutlingen erhält den Preis "Innovatives Orchester" der Deutschen Orchester-Stiftung. Eine Jury habe das Ensemble aus 31 Bewerbungen ausgewählt, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro erhält die Magdeburgische Philharmonie.

Württembergische Philharmonie Reutlingen

Württembergische Philharmonie Reutlingen

Mit Ihrem Format "Netz-Werk-Orchester" setzt sich die Württembergische Philharmonie für eine interaktive Musikvermittlung ein, hieß es in der Begründung. Per Livestream erreiche das Orchester Schulen in ländlicher Umgebung, für die ein Konzert- oder Probenbesuch zeitlich und finanziell unmöglich ist. Das Konzept erhöhe die Teilhabechancen von Schülern. "Aus unserer Sicht ist diese besondere Form der Musikvermittlung innovativ und beispielhaft", erklärte Louwrens Langevoort, Juryvorsitzender und Intendant der Kölner Philharmonie.

Der diesjährige Sonderpreis würdigt das Engagement der Magdeburgischen Philharmonie für Komponistinnen. In den zehn Sinfoniekonzerten der Saison 2019/20 fänden sich allein sieben Komponistinnen mit ihren Werken. "Die Idee, das gängige Repertoire mit erstklassigen Kompositionen von Komponistinnen zu erweitern, eröffnet uns die Möglichkeit, die Musikgeschichte neu zu erleben und die Gegenwart mit verändertem Blick zu sehen", sagte Langevoort. Diesen konsequenten Ansatz halte die Jury für einen wichtigen programmatischen Impuls zur Weiterentwicklung des Musiklands Deutschland.

Der Preis "Innovatives Orchester" soll neue Ansätze im Orchesterbereich würdigen, etwa bei Konzertformaten und Programmen, bei der Ansprache neuer Zielgruppen, im Bereich der Musikvermittlung oder des Orchestermanagements. Die Deutsche Orchester-Stiftung vergibt die Auszeichnung seit 2017 zum dritten Mal.

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