Geigerin Anne-Sophie Mutter erhält "Praemium Imperiale"

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter wird mit dem "Praemium Imperiale" geehrt. Das teilte der Präsident des Goethe-Instituts und Repräsentant der Japan Art Association, Klaus-Dieter Lehmann, am Dienstag in Berlin mit. Die Auszeichnung gilt als der weltweit wichtigste Kunstpreis und wird in den Sparten Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film vergeben.

Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter

Die 1963 geborene deutsche Musikerin zähle seit über vier Jahrzehnten zu den weltweit größten Geigen-Virtuosen unserer Zeit, hieß es in der Begründung. "Bereits im Alter von 13 Jahren konzertierte die Solistin auf Einladung von Herbert von Karajan gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern. Seitdem begeistert die viermalige Grammy Award Gewinnerin an der Seite der besten internationalen Dirigenten und Orchester rund um den Globus mit ihrer brillanten Technik und einem leuchtenden Klang." Für das Voranbringen zeitgenössischer Musik engagiere sich die Ausnahmekünstlerin ebenso wie - in ihrer eigenen Stiftung - für die Entwicklung junger Talente.

Weitere Preisträger sind der südafrikanische Maler William Kentridge, das US-amerikanische Architektenduo Tod Williams und Billie Tsien, der japanische Theater- und Filmschauspieler Bando Tamasaburo und in der Sparte Skulptur die britisch-palästinensische Künstlerin Mona Hatoum. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 15 Millionen Yen (rund 126.000 Euro) dotiert. Sie werden am 16. Oktober in Tokio verliehen. Zudem geht ein mit fünf Millionen Yen (rund 42.000 Euro) verbundener Nachwuchspreis an das musikalische Bildungsprogramm Démos der Philharmonie de Paris.

Die ausgewählten Künstler zeichneten sich in ihren jeweiligen Ausdrucksformen durch große Strahlkraft und künstlerische Vielfalt aus, sagte Lehmann. "Sie ermöglichen neue Denk- und Erfahrungsprozesse. Ihr Werk beeindruckt durch feinfühlige Wahrnehmung, und sie sind stark in ihrer Botschaft. Darin sind sie im Einklang mit der Grundidee des Praemium Imperiale, dass Kunst und künstlerisches Schaffen den kulturellen Dialog über Grenzen und Differenzen hinweg beleben", würdigte er.

Der 1988 begründete Praemium Imperiale wurde seit 1989 an 160 Künstler, einschließlich der diesjährigen Preisträger, verliehen.

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