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Hélène Grimaud, Klavier

Hélène Grimaud, Klavier

Freitag, 05. Juni 2020 | 19:30 Uhr | Musical Theater Basel

Werke von Silvestrov, Debussy, Satie, Chopin und Schumann.

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Meister Klavierrezital mit Benjamin Engeli

Meister Klavierrezital mit Benjamin Engeli

Sonntag, 07. Juni 2020 | 19:00 Uhr | Konzertsaal Solothurn (CH)

Beethoven op 109, Ravel Miroirs, Chopin Polonaise Fantaisie op 61

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Adrian Brendel

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Untersuchung: Vorwürfe gegen Domingo "glaubwürdig"

Eine von der Los Angeles Opera beauftragte Untersuchung hält die Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen den Sänger Plácido Domingo für glaubwürdig. In zehn Fällen habe Domingo "unangemessenes Verhalten" gezeigt, heißt es in einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung.

Plácido Domingo in "El Gato Montés: The Wildcat"

Plácido Domingo in "El Gato Montés: The Wildcat"

Eine Anwaltskanzlei hat über sechs Monate 44 Personen befragt, darunter Menschen, die Fehlverhalten meldeten, und leitende Mitarbeiter der Oper sowie den Sänger selbst. Darüber hinaus sammelte die Ermittlungsgruppe rund 500.000 Dokumente und überprüfte mehrere tausend davon im Zusammenhang mit den Vorwürfen intensiv.

Die Kanzlei halte die Vorwürfe unter anderem wegen der Ähnlichkeiten der Berichte für "glaubwürdig", auch wenn das Ausmaß der Beschwerden variierte. Während einige Frauen sagten, dass sie sich unwohl gefühlt hätten, beschrieben andere ein signifikantes Trauma. Manche gaben an, sie hätten sich wegen Domingos Bedeutung und Position nicht getraut, sein Verhalten zu melden.

Domingo habe in der Befragung alle Vorwürfe unerwünschter Kontakte bestritten und behauptet, alle Interaktionen seien einvernehmlich gewesen. Die Anwaltskanzlei fand ihn oft aufrichtig in seinen Dementis, einige seiner Aussagen aber weniger glaubwürdig und ohne Bewusstsein.

Mehrere Kolleginnen hatten dem Sänger im August vergangenen Jahres sexuelle Belästigungen vorgeworfen, die teilweise bis zu 30 Jahre zurücklagen. Domingo hatte die Anschuldigungen zunächst zurückgewiesen. Nachdem eine Untersuchung der US-Operngewerkschaft AGMA im Februar die Vorwürfe bestätigte, entschuldigte sich der Künstler und erklärte, er übernehme die volle Verantwortung für sein Handeln.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe sagten verschiedene US-Kulturinstitutionen Engagements des spanischen Opernstars ab. Domingo verließ die New Yorker Metropolitan Opera und gab die Leitung der Los Angeles Opera ab, die er seit 2003 inne hatte. Seit seiner Entschuldigung streichen auch europäische Häuser seine Auftritte, zuletzt am Dienstag die Deutsche Oper Berlin.

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