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Projektstart für Bau von Kasseler Opern-Interim

Das Opernhaus des Staatstheaters Kassel muss ab der Saison 2025/26 saniert werden. Bis dahin wird eine Interimsspielstätte errichtet. Hessens Kulturminister Timon Gremmels (SPD) und der Kasseler Oberbürgermeister Sven Schoeller (Grüne) gaben am Montag den Startschuss für das Projekt. Auf dem Gelände einer ehemaligen Jägerkaserne entsteht ein temporärer Modul-Systembau. Der Saal mit Orchestergraben soll Platz für 850 Besucher bieten.

Projektstart Interimsspielstätte Staatstheater Kassel

Projektstart Interimsspielstätte Staatstheater Kassel

Vor dem Hintergrund der langen Theatertradition Kassels habe sich nicht die Frage gestellt, ob eine Ersatzspielstätte für das Staatstheater gebaut wird, sondern wie eine solche in der verbleibenden Zeit bis zur Schließung des Großen Hauses realisiert werden kann, erklärte Schoeller, "und dies in einer Weise, dass die Künste an diesem neuen Ort nicht weniger florieren".

Die Kosten für die Sanierung und die Errichtung der Ausweichspielstätte übernehmen das Land Hessen zu 80 Prozent und die Stadt Kassel zu 20 Prozent. Laut Theatervertrag ist zwischen den beiden Trägern eine Aufteilung im Verhältnis 52:48 üblich. "Mir ist es wichtig, dass das Land auch in schwierigen Haushaltszeiten zu seiner Verantwortung als Träger des Staatstheaters Kassel steht", betonte Minister Gremmels. Damit stelle man auch während der Bauphase einen zeitgemäßen Betrieb des Staatstheaters sicher.

Um eine schnellstmögliche Realisierung der Interimsspielstätte zu gewährleisten, hat die Stadt Kassel ihre Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) als Investor und Bauherr beauftragt. Den Bau durchführen wird die Schweizer Nüssli Gruppe, die bereits die Isarphilharmonie als Ausweichkonzertsaal für die Münchner Philharmoniker in Holzmodulbauweise errichtet hat. Die Stadt Kassel wird das Interim von der GWG anmieten und an das Staatstheater untervermieten. Nach der auf fünf Jahre angesetzten Generalsanierung des Staatstheaters könne der modulare Bau vollständig demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden, hieß es. Angesichts vieler sanierungsreifer Spielstätten allein in Deutschland ergebe sich ein großer Markt für den Weiterverkauf.

Im nordhessischen Kassel wurde schon vor über 400 Jahren unter Landgraf Moritz das Ottoneum als erster fester Theaterbau Deutschlands errichtet. Das Staatsorchester Kassel, hervorgegangen aus der 1502 gegründeten Hofkapelle, gehört zu den ältesten Kulturorchestern Deutschlands und der Welt.

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