Konzert-Tipp

Yuja Wang, Andreas Ottensamer, Ray Chen & Friends

Yuja Wang, Andreas Ottensamer, Ray Chen & Friends

So 26.01.20 Stadthaus Winterthur

"Musik unter Freunden" lautet das Konzept des Bürgenstock Festivals, dessen künstlerische Leiter seit 2013 Andreas Ottensamer und José Gallardo sind.

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Andrew Tyson, Meister Klavierrezital

Andrew Tyson, Meister Klavierrezital

Sonntag, 02. Februar 2020 | 17:00 Uhr | Konzertsaal Solothurn

Von BBC Radio 3 als „wahrer Poet am Klavier“ gelobt, präsentiert sich Andrew Tyson als neue bemerkenswerte Stimme in der Musikwelt.

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"Peter und der Wolf"

"Peter und der Wolf"

Sa 25.01.20 Stadthaus Winterthur

Musikkollegium Winterthur, David Bruchez-Lalli (Leitung), Monika Flieger (Erzählerin) | In nur vier Tagen skizzierte Prokofieff das liebenswerte Werk in seinen Grundzügen und entstanden ist ein kleines musikalisches Meisterwerk.

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Chamber Academy Basel

Chamber Academy Basel

Sonntag, 26. Januar 2020 | 11:00 Uhr | Martinskirche Basel

Brian Dean (Leitung) | Sarah O'Brien (Harfe)

«MUSIQUE FRANCAISE» Debussy, Tailleferre, Méhul

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Aktuelles Interview

Maxim Vengerov

Maxim Vengerov im aktuellen Interview.

Zum Interview...

Einmal durch sein ganzes Leben!

SergioVeranesStudio Nagano Kodama 0001

Zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin vollenden Mari Kodama und ihr Ehemann Kent Nagano die Einspielung aller Klavierkonzerte Beethovens gewissermaßen mit einem Sprung in die doppelte Vergangenheit: Als letztes Element der in über 13 Jahren entstandenen Gesamtaufnahme spielten sie das Nullte Klavierkonzert Beethovens ein - von Mari Kodama anhand des Autographen persönlich editiert.

Der Autograph des nullten Klavierkonzerts liegt in der Staatsbibliothek in Berlin. Es handelt sich nicht etwa um eine fertige Partitur, denn es fehlt die Orchestrierung. Allerdings hat Beethoven das Particell vor allem in den ersten beiden Sätzen mit Anmerkungen versehen, welches Instrument welche Stimme zu spielen hat. Die Orchesterpartitur, die heute vorliegt, wurde auf dieser Basis im frühen 20. Jahrhundert geschrieben. Nur: „Heute würde man dieses Konzert mit dem Wissen, das man inzwischen über den jungen Beethoven zusammengetragen hat, an vielen Stellen anders spielen“, sagen Mari Kodama und Kent Nagano übereinstimmend. So präsentieren sie eine sehr persönliche Adaption, die bei den Proben mit dem Orchester und während der Aufnahme entstanden ist und Kodamas und Naganos individuelle Vorstellung von Beethoven widerspiegelt. Die ungestüme Frische, der Aufbruchsdrang des jungen, fast noch kindlichen Beethoven, der das Werk als 14-Jähriger schrieb, kurz vor seiner künstlerischen Explosion, sein Lebensmut und seine unbändige Vitalität aber auch die Anlehnung an die Verspieltheit von Haydn und Mozart – das alles soll zu hören sein. So will es Mari Kodama. Und genau so abwechslungsreich spielt sie es auch.

DSO Nagano Kodama 80

Zusammen mit dem klassischen Kanon der Klavierkonzerte Nr. 1-5 ergibt sich daraus eine umfängliche Edition, die durch das Tipelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello, op. 56, das Rondo, WoO 6 und den Eroica-Variationen, op. 35 ergänzt wird. Ein Einblick in eine über Jahre gewachsene Auseinandersetzung mit ihrem musikalischen Wegbegleiter Ludwig van Beethoven. Und auch innerhalb der Werke wandelt man quer durch das Leben des Komponisten. „Wenn man sie alle spielt, dann ist es, als würde man mit Beethoven einmal durch sein Leben reisen“, sagt Mari Kodama. Und Kent Nagano fügt hinzu: „Man erkennt ja nicht nur das musikalische Genie, sondern auch die Entwicklung der europäischen Musik, deren Treiber Beethoven zweifelsohne gewesen ist.“

„Er ist und bleibt ein Optimist, einer, der gar nicht anders kann als an das zu glauben, was er uns mit seiner Musik vermitteln will“, so Kodama. Das helfe ihr. Daran, dass auch sie eine Optimistin sei, habe Beethoven sicher einen Anteil. Kodama, Nagano und das DSO – man könnte sie sich fast als Trio denken, in dem sich die Musiker allesamt blind vertrauen und deshalb in der Lage sind, eine musikalische Intensität zu hervorzubringen, die den jungen sowie den alten Beethoven noch einmal auferstehen lässt.

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