Konzert-Tipp

Cameron Carpenter

Cameron Carpenter

Sa, 22. Juni 2019, 19.30 Uhr, Tonhalle Maag Zürich

Cameron Carpenter (International Touring Organ), Willi Zimmermann (Konzertmeister), Zürcher Kammerorchester

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Cabaret & Chansons

Cabaret & Chansons

Sa, 10.8.19, 19.30 Uhr, Kirche Saanen
Ute Lemper (Gesang) & Band (Violine, Bass, Klavier & Bandoneon)
Auf der Bühne und im Film gleichermassen erfolgreich: Als eine der vielseitigsten Künstlerinnen präsentiert Ute Lemper in Saanen die ganz Grossen des französischen Chansons.

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Aktuelles Interview

Felix Klieser

Felix Klieser im aktuellen Interview.

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"Król Roger": Bildstarke Strenge zu verführerischem Klangrausch

Mit Karol Szymanowskis Musiktheater "Król Roger" feierte am Sonntagabend ein weiterer Saisonhöhepunkt an der Frankfurter Oper umjubelte Premiere. Großen Beifall fand die strenge schwarz-weiß Optik des preisgekrönten Bühnenbildners Johannes Leiacker, der einen kippenden Kirchengiebel aufspannte und im Verein mit dem autoritären Schwarz der Kostüme von Jorge Jara und der sensiblen Personenregie Johannes Eraths den überwältigenden Klängen Szymanowskis klare Formen gegenüber stellte.

"Król Roger"

"Król Roger"

So verlegte der Regisseur die Vorgänge um den verführerischen Hirten, der zuerst die Regentin Roxana, danach das in engem Moralkorsett eingezwängte Volk und schließlich Normannenkönig Roger selbst zu innerer Erneuerung und sinnlicher Ekstase bewegt, zunehmend in die einsamen Innenwelten der Titelpartie. Der in Frankfurt debütierende polnische Bassbariton ?ukasz Goli?ski wurde als König Roger ebenso gefeiert wie die glänzenden Ensemblemitglieder Sydney Mancasola als blühende Roxana und Gerard Schneider in der Rolle des Hirten, dessen prophetische Popstar-Erscheinung Erath auch mit dionysisch-diabolischen Züge ausgestaltet hatte.

Im Orchestergraben entfesselte der einstige Generalmusikdirektor und künstlerische Leiter der Oper Frankfurt, Sylvain Cambreling, spannungsreiche Klangfluten, die vom kühl choralen Einstieg über die süffigen, orientalischen Melismen Roxanas bis hin zum überwältigenden C-Dur-Schlusspanorama reichten. Großer, einhelliger Jubel belohnte alle Beteiligten für ihre außergewöhnlichen Leistungen.

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