Konzert-Tipp

Swiss Chamber Music Festival 2020 - erst recht!

Swiss Chamber Music Festival 2020 - erst recht!

11. - 19. September 2020 | Adelboden, Frutigen & Kandersteg (CH)

"2020 – erst recht!" Unter diesem Motto findet das SCMF in diesem Jahr in bekannter Form, aber der momentanen Situation angepasstem Rahmen statt.

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Classic Meets Folk - nordische, schweizerische und amerikanische Musik

Classic Meets Folk - nordische, schweizerische und amerikanische Musik

Freitag, 21. August 2020 | 19:30 Uhr | Kirche St. Johannes Zug

Samstag, 22. August 2020 | 19:00 Uhr | Limmat Hall, Zürich

Ensemble Barock Nord West

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Neues Orchester Basel

Neues Orchester Basel

Mittwoch, 02. September 2020 | 19:30 Uhr | Stadtcasino Basel (CH)

Einer der weltbesten Konzertsäle wird nach der Erweiterung durch Herzog & de Meuron wiedereröffnet. Das Neue Orchester Basel gestaltet hierfür einen einzigartigen Konzertabend und stellt den Saal ins Zentrum.

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Chappeli Konzert: I SALONISTI ''Back to Hollywood''

Chappeli Konzert: I SALONISTI ''Back to Hollywood''

Montag, 17. August 2020 | 18:30 Uhr | Kapelle Allerheiligen Grenchen (CH)

Piotr Plawner (Violine), Lorenz Hasler (Violine), Orlando Theuler (Violoncello), Béla Szedlák (Kontrabass), Gerardo Vila (Klavier)

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Aktuelles Interview

Christian Knüsel

Christian Knüsel im aktuellen Interview.

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Einfach Bravo: "Die tote Stadt" an Bayerischer Staatsoper

Ovationen für einen großen Abend: Mit Begeisterung hat das Publikum in der Bayerischen Staatsoper am Montagabend die Neuproduktion von Erich Wolfgang Korngolds "Die tote Stadt" aufgenommen.

"Die tote Stadt"

"Die tote Stadt"

Dank Simon Stones durchdachter musikbezogener Regie mit psychologischer Durchdringung, einer Meisterleistung an Raffinesse, technischer Sicherheit und Musikalität in Kirill Petrenkos Bayerischem Staatsorchester und einem einheitlichen Sängerensemble muss diese Produktion ein Renner des Hauses werden.

Mit Spannung erwartete man das Rollendebüt von Jonas Kaufmann als Paul. Die Rolle liegt ihm besser als der Otello, trotz aller mächtigen Ausbrüche ist sie weniger martialisch. Schauspielerisch liefert Kaufmann eine selten intensive Leistung. Den Vorwurf, er bliebe in vielen Rollen doch eindimensional "derselbe", kann er hier über weiteste Strecken entkräften - sicherlich begünstigt durch die zuverlässige Personenregie und eine brillant aufspielende Marlis Petersen als Marietta. Sie treibt die Borderline-Persönlichkeit Pauls munter zum Abgrund, und trotzdem gehören die lyrischen Duette der beiden zu den berührendsten Momenten des Abends. Welch ein Spektrum menschlicher Dimensionen hier auf die Bühne stürmt!

Überzeugend das Bühnenbild von Ralph Myers, verschachtelte Zimmer, die dank Drehbühne zusätzlich Pauls psychischen Rasierklingentanz zwischen Trauer um seine Marie und Wahnverwechslung mit Marietta und zunehmenden Orientierungsverlust verdeutlichen. Auch die "Nebenrollen" waren glänzend besetzt: Andrzej Filonczyk als Frank/Fritz, Jennifer Johnston als Brigitta, Mirjam Mesak als Juliette, Coronna Scheurle als Lucienne, Manuel Günther als Gaston/Victorin und Dean Power als Graf.

Kirill Petrenko hatte sich "Die tote Stadt" auf "seine" Münchner Staatsopernbühne und vor allem wohl für "sein" Orchester gewünscht und führte die Musiker zu fast magischer Differenziertheit und Ekstase. Angesichts der Schwierigkeit der Partitur und der Länge der Rollen der Protagonisten einfach ein Riesending.

Ein bisschen üben muss hier nur noch der Vorhangbediener.

(Von Martina Kausch)

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